14 April 2007

Älter werden

Mit wem möchtest du alt werden?
Auf alle Fälle mit Beethovens Klaviersonaten.

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04 April 2007

Friede Freiheit und das Zusammenwachsen

Die Medienwelt wird ja immer unübersichtlicher. Wenn ich das richtig deute, hat die Bild Zeitung jetzt auch ihre Satire Seite. Evtl. täusche ich mich aber auch... Sehr schön ist, dass der "Osgar", wie es bei Bild heißt, für Menschen verliehen wird, "die sich für Frieden, Freiheit und das Zusammenwachsen Deutschlands verdient gemacht haben". Wie zum Beispiel Knut, die Rütli Schule, Oskar Lafontaine, Knut, Klinsmann, der Kampfhundeclub Hoyerswerda, Handballer, Knut, Schnauzträger und alle Bürgermeister Westdeutschlands, die nach der Wende Städtepartnerschaften mit unseren Brüderstädten im Osten eingegangen sind.
Aber die bekommen den Preis natürlich nicht.
Statt dessen Kai Pflaume... Aber auch verdiente Männer wie Bischof Desmond Tutu, der etwas verschmitzt grinst beim Anblick der phallischen Statue, die ihm gereicht wurde, und sich vorfreudig die Hände zu reiben scheint.
Die Dame links übrigens weiß augenscheinlich auch genau, wie das ganze gemeint ist.

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29 März 2007

Neues von Rooney

Er wollte doch nur spielen:
Rooney bricht Lampard das Handgelenk


und er wollte doch nur knuddeln:
Rooney zerknautscht Knut

und er wollte doch nur reden:
Rooney kastriert Christiano Ronaldo

und er hatte doch nur Durst:
Rooney trifft Paul Gascoigne.

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03 Februar 2007

"Sometimes I wanna take to the road and plunder"

Egal wie Bob Dylan seine Songs verhunzt bzw. dekonstruiert, er ist auch im Scheitern noch die coolste Sau von allen. Wie hier zum Beispiel bei dem wunderbar hingerotzten Masters of War (hier der Songtext), aufgenommen bei den Grammy Awards 1991

Und weil's so schön ist, noch der souveräne Auftritt bei den Grammy Awards 1998 mit Love Sick (hier geht's zum Songtext)

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31 Januar 2007

Anmerkungen zu Bayern Teil II

Der Pauli Skandal greift auf den fussballerischen Arm der CSU über: Der Vorstand des FC Bayern München hat die Zusammenarbeit mit Trainer Felix Magath mit sofortiger Wirkung beendet.
Magath geriet intern unter verstärkte Kritik nachdem bekannt wurde, er strebe ein Verhältnis mit der Fürther Landrätin "Graziella Pauli" (O-Ton Uli Hoeneß) an.
Wie der Verein per Pressemitteilung verlautbaren ließ, bedauere man diesen Schritt sehr. Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Rummenigge soll nahezu fassungslos gewesen sein. "Er hätte ja meine Frau haben können", ließ er Insidern zufolge hinter verschlossen Türen verlauten.

Der entlassene Trainer spricht davon, dass es "keine schöne Situation" sei, "aber haben Sie schon mal Frau Rummenigge aus der Nähe gesehen?"
Nachfolger von Felix Magath wird Ottmar Hitzfeld. In einer Kampfabstimmung innerhalb des CSU - Präsidiums konnte er sich mit siebzehn zu einer Stimme bei einer Enthaltung gegen Giovanni Trapattoni durchsetzen.
Generalsekretär Markus Söder quittierte seine Enthaltung mit den Worten: "Ich bin und bleib a Glubberraer"

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28 Januar 2007

Anmerkungen zu Bayern

Eigentlich sollte die gesamte bayerische Bevölkerung über den Vorsitzenden der CSU abstimmen. Das wäre ein versöhnliches Zeichen der Partei an die, die sie nicht wählen: Dass man sie auch ein klein wenig am Geschehen teilhaben lässt und ihre Stimme zumindest einmal eine Wirkung bezüglich der Machtverteilung haben könnte.

Immerhin wählten knapp 40 Prozent der bayerischen Wähler nicht die CSU. Wer sind sie und wen wählen sie?

Ich habe den Verdacht, die SPD, Grüne, FDP und Weiß-Gott- Was-Nicht-CSU-Wähler in Bayern stimmen nur aus einer Art grantelndem Hang zum Opponieren, aus Lust an Widerspruch und Quertreiberei nicht für die CSU. Sie können sich's ja leisten, ein bisschen mit der Außenseiterhaltung zu kokettieren; ernst meinen sie es nicht.
Und wenn mal durch einen Spaßvogel falsche Wahlprognosen veröffentlicht würden, die die CSU bei lediglich 45 % sähen, würden selbst Grün-Wähler, versprenkelte Linke, SPD-Genossen und was sonst noch so in der bayerischen Parteienlandschaft kreuchen und fleuchen mag, ihr Kreuzchen bei der CSU machen.

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18 Januar 2007

ausgeraucht

Jetzt wird's langsam doch amtlich.
Scheinbar rauche ich nicht mehr. Ich bin selber noch etwas überrascht weil ich das gar nicht unbedingt vorhatte. Meine Idealvorstellung war immer, tagsüber nicht zu rauchen, nur abends beim Bierchen zwei oder drei - wenn's denn sein muss.

Natürlich klappt so etwas nicht auf Dauer.
Am Neujahrstag hatte ich noch Tabak für zwei Zigaretten, den ich, entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten, relativ bald nach dem Aufstehen verrauchte - und das war's dann. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, mir für den Rest des Tages was neues zum Rauchen besorgen zu müssen.
Am nächsten Tag dachte ich mir: Na, wenn du gestern abend nicht geraucht hast, brauchst du heute auch nicht. Am darauf folgenden Tag das gleiche und so weiter.
Nach einer knappen Woche hab ich dann nochmal um ca. drei Uhr früh in einer verräucherten Bar zwei Zigaretten geschnorrt und geraucht (allerdings musste ich mich regelrecht dazu überreden, oder besser gesagt, ich habe mir gedacht, wenn ich sie jetzt anzünde hab ich's hinter mir und hierher, in diese Situation, passt eine Zigarette bestens. Besser als wenn ich am nächsten Tag alleine zu Hause schwach werde - und in der Tat war das eine gute Tat denn am nächsten Morgen hatte ich sogar so etwas wie ein schlechtes Gewissen deswegen und der Wille, nicht mehr zu rauchen, verfestigte sich).
Inzwischen ist dieser Rückfall fast zwei Wochen her und der Verzicht auf Zigaretten hat mich noch nicht vor wirklich große Probleme gestellt - und im Ignorieren der kleinen bin ich ganz geschickt.
Somit, liebe Zigarettenindustrie, werden wir wohl in Zukunft getrennte Wege gehen. Es war immer nett mit euch, aber jetzt leckt mich am Arsch.

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04 Januar 2007

Jan Schlaudrauffs Wechsel zu den Bayern

Interview mit Jan Schlaudrauff bei sueddeutsche.de. Er geht zu den Bayern und nicht zu Bremen. Interessant ist seine Begründung für diese Entscheidung. Zum einen lag es am steten Bemühen der Bayern-Verantwortlichen um ihn, zum andern rechne er damit, bei Bayern mehr gebraucht zu werden und besser zum Einsatz zu kommen da bei Bremen die für ihn möglichen Positionen vergeben seien.

Ja, daran muss man sich vielleicht auch mal gewöhnen: Dass junge Talente bei Bayern nicht naturgemäß versauern da der Kader zu stark ist - dass dies inzwischen bei Bremen aufgrund ihres starken Kaders aber durchaus passieren könnte...
(und hatte nicht kürzlich Torsten Frings gesagt, Lukas Podolski würde bei Bremen auch nicht spielen?)

Aber vielleicht ist es ja auch einfach so, dass die emsig werbenden Angestellten des FC Bayern geschickter darin waren, Hr. Schlaudrauff seine Wichtigkeit vorzubeten. Das altbekannte Vorurteil gegen die Bayern, sie hätten einfach mehr gezahlt und die simpel gestrickten Vorurteile gegen die jeweiligen Spieler, sie gingen nur wegem Geld zu Bayern, will ich gar nicht erst hören...

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03 Januar 2007

Camille, Le Fil

Es fängt an mit einem Ton, Moll, Obertöne - und es endet mit genau diesem Ton. Gute 35 Minuten lang zieht dieser Ton sich als musikalischer Faden durch aufregende, überraschende, verspielte Musik, dann klingt er aus, gute 35 Minuten lang, alleine - nachdem die Musik zu Ende ist.

Le Fil von Camille, bereits 2005 erschienen, ist für mich die interessanteste CD, die ich in letzter Zeit gehört habe. Aber was soll man dazu schreiben? Vielleicht dass die Musik so vielfältig und voller Einfälle ist, dass sich die meisten anderen Musiker wie tumbe Zyklopen vorkommen müssten, dass sie aber dennoch wie aus einem Guss klingt? Oder vielleicht komme ich der Sache näher, wenn ich einfach ein paar Attribute und Eigenheiten dieser Musik aufliste?

-überraschend

-lebendig

-anarchisch

-trotzig

-klar

-verspielt

-kraftvoll

-witzig

-verschiedene musikalische Formen / Genres

-groovende, entspannte Bläser, Trommeln, Kontrabass, Klavier und überhaupt

-Stimme, Stimme, Stimme, Chor

-singen, prusten, sprechen, trällern, zwitschern

Vor allem die Stimme steht im Vordergrund.

A-Capella Klänge, die an das Album "7" von Zap Mama erinnern. Dazu virtuos arrangierte Instrumente, die manchmal nur einen kurzen Takt auftauchen: Statt Steel Drum an gleicher Stelle in der nächsten Strophe Händeklatschen, warme Bläsersätze fügen sich ein, ein Chor kommt auf... Melodien, die durcheinander laufen und auf einmal glaubt man, Jeanne d'Arc ein Lied anstimmen zu hören, als helfe eine Melodie gegen die Flammen.

Die Stimme drückt die unterschiedlichsten Stimmungen aus ohne aufgesetzt zu wirken; nie spielt sie was vor oder stellt gekünstelt dar: sie tönt und ist ohne falsches Grimmassieren. Das heißt nicht, dass die Stimme vollkommen natürlich wäre. Selbstverständlich wird sie eingesetzt, verfremdet, künstlerisch geformt in allen möglichen Facetten, aber ihre Gestaltung führt immer zur Wahrhaftigkeit - egal ob sie trotzig, traurig, melancholisch, aufreizend, kindlich, warm oder kalt, rauh oder sexy klingt.

Wie eine gute Schauspielerin, die einfach präsent ist ohne dass ein Gefühl aufkommt, sie wirke deplaziert, ihre Gesten seien unbeholfen, ihr Auftreten eine Pose oder der Gesichtausdruck auf Wirkung ausgelegt, beherrscht Camille ihre Stimme; und wie wirkliche Ausnahmeschaupieler macht sie gleichsam künstlerische Form und Wahrhaftigkeit transparent: Die Gestaltung veranschaulicht das Sein, ohne Verweischarakter, eins lässt sich nicht vom andern trennen, beides ist gleichzeitig und doch klar unterschieden erfahrbar, als sähe man auf einem Kippbild die zeichnende Hand und das fertige Bild zugleich.

Vor allen Dingen aber ist es saugute Musik.

Auf ihrer Homepage kann man ein paar Videos anschauen und in drei Lieder ihres neuen Albums "Live au Trianon" reinhören (letzteres allerdings nur auf der französischen Seite). Ich empfehle allen Interessierten die Videos zu "Ta douleur" und zu "Au port".

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13 Dezember 2006

Feuerzeuge und Fussball

Vielleicht sollte ich mir mal angewöhnen, nicht mehr funktionierende Feuerzeuge zu entsorgen...
Bis ich endlich das richtige gefunden hatte, sah es auf dem Beistelltischchen so aus:


Aber zwischenzeitlich passierte auch anderes. Nämlich das:




Und jetzt der verdammte Ausgleich... noch knapp zehn Minuten Zeit für die Eintracht, das Tor zu schießen, das sie eine Runde weiter bringen würde.
Ich beende jetzt diesen Eintrag

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11 Dezember 2006

Störrende Bewegungen in den Augenwinkeln beim Lesen an öffentlichen Orten oder was mich in den Wahnsinn treiben kann

Ich gehe ja gerne mal in ein Café und lese Zeitung zum Kaffee. Sonntags bietet sich da besonders ein Café an, dessen Name ich nicht kenne, das aber am Zoo, also einen belebenden, kurzen Spaziergang von meiner Wohnung entfernt, liegt und das mit ausreichend Ausgaben der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aufwartet. Die Musik ist leicht und gerade laut genug um den Geist in zurückhaltender Weise aufzuheitern; anregend aber nicht aufregend. Die Atmosphäre ist freundlich, die Gäste heterogen, der Kaffee schmeckt hervorragend und die Kuchentheke hat schon manches Kuchenfreundeherz höher schlagen lassen.
Wenn man Pech hat, kann allerdings folgendes passieren: Am Nachbartisch sitzen vier junge Männer. Stumm, und ein jeder mit einer ganz eigenen Variante eines beschränkten Gesichtsausdruckes. Hin und wieder werfen sie sich hastig ein paar aggressiv klingende Laute zu, in einer Sprache, die ich nicht verstehe. Ansonsten starren sie ins Leere oder knirschen mit ihren Lederjacken (wahrscheinlich indem sie ihre Muskeln anspannen). Das schlimmste aber ist ihr ununterbrochenes nervöses Wippen mit den Beinen. Vier Kniee, die unablässig mit einer Frequenz von ca. 5 Schwingungen pro Sekunde hoch und niederwippen.
Da hilft keine veränderte Sitzposition und keine Zuhilfenahme des kopfstützenden Armes als Sichtblende... irgendwo zuckt und zittert es immer in den Augenwinkeln. Ich zahlte und ging.

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07 Dezember 2006

Komische Kunst im Leinwandhaus

Das Museum für Komische Kunst in Frankfurt, das zurzeit noch etwas beengt im Historischen Museum untergebracht ist, wird im Frühjahr 2007 ins Leinwandhaus umziehen. Neben einer Dauerausstellung (vor allem Werke der Neuen Frankfurter Schule) sind Wechselaustellungen geplant.

Das Leinwandhaus übrigens, und das nur mal nebenbei erwähnt, diente im Laufe seiner Geschichte u. a. als Gefängnis, Tanzsaal, Kirche, Kaserne, Lazarett, Schwurgericht und Schlachthaus.

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04 Dezember 2006

Rorschach-Test im Freien






































Kommunizierende Baumgeister... oder so ähnlich

Weitere Interpretationsmöglichkeiten:
Vater und Mutter
Orient und Okzident
A-Hörnchen und B-Hörnchen
Yin und Yang
Archetyp und Prototyp
Dick und Doof
Göring und Hitler
Willy und Maja
Frings und Klose
Mords und Mäßig

28 November 2006

Paulusbriefe

Ein kurzer Hinweis in eigener (und auch fremder) Sache:
Bei Exot, Magazin für komische Literatur werden Leser aufgefordert, die Paulusbriefe von Robert Gernhardt nachzudichten. Mein Beitrag zu diesem Projekt kann geballt auf meinblogwalter nachgelesen werden. Für die, die's interessiert...